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Segeln mit Ihrer Charter Yacht

Segelmanöver

Segelmanöver

Die Wende, die Halse und das Beidrehen gelten als die drei Basismanöver im Segelsport. Sie müssen dabei beachten, dass der Wind ständig seine Richtung und Intensität ändert. Der Einfachheit halber gehen wir in den Erklärungen davon aus, dass der Wind immer aus einer Richtig kommt.

1. Die Wende

Sie stellen sich vor, dass Sie einen Amwindkurs fahren. Der Wind kommt also schräg von vorne. Der Wind weht dabei von Backbord und trifft auf die linke Seite Ihrer Charteryacht. Die Wende bezweckt, dass der Wind nach dem Manöver auf die rechte Seite der Yacht trifft. Wenn der Steuermann nun das Kommando „Alles klar zur Wende“ gibt, ist jedes Crewmitglied gefragt. Wenn Sie freie Fahrt haben, gibt die Crew die Rückmeldung „Ist klar“.

Jetzt dreht der Steuermann das Ruder und die Yacht fährt eine Wende gegen den Wind. Da der Wind auf die andere Seite wechselt, müssen die Segel neu befestigt werden. Hierzu nehmen Sie die Genau rüber und belegen die Steuerleine neu. Danach folgt die Anpassung des Großsegels. Das oberste Gebot hierbei lautet: Learning by Doing!

2. Die Halse

Der Wind kommt nun schräg von hinten. Das Ziel der Halse ist das Heck durch den Wind zu drehen und somit den Wind von der anderen Seite zu bekommen. Auch hier gibt es wieder ein Kommando: „Alles klar zur Halse“. Wenn Sie freie Fahrt haben, dann gibt es die Rückmeldung der Crew „Ist klar“ und der Steuermann dreht das Ruder. Bei der Halse gibt es einen Moment, der mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden sollte. Das ist der Moment, indem der Baum des Großsegels die Seite wechselt. Kleiner Tipp: Führen Sie den Baum erst sicher zur Mitte und öffnen Sie das Segel nach der Halse wieder. Die Genua wird während der Halse locker runter hängen und sich dann auf der anderen Seite öffnen. Hierfür löst ein Crewmitglied die entsprechende Leine, lässt die Genua die Seite wechseln und befestigt sie neu.

3. Das Beidrehen

Das Beidrehen hat zum Ziel das Boot einfach auf das Wasser zu stellen. Bei einem beigedrehten Moment kehrt Ruhe ein, um eine Situation zu besprechen, etwas aufzuräumen oder einfach kurz zu entspannen. Angenommen wir fahren einen Amwindkurs, sodass der Wind schräg von vorne weht. Gemäß der Windrichtung leiten Sie nun mit dem Kommando „Alles klar zum Beidrehen“ eine Wende(!!) ein. Zunächst ist der Ablauf der gleiche, wie der einer Wende. Doch statt die Genua überzunehmen, machen Sie gar nichts mit ihr und sie bildet beim Wechsel auf die andere Seite einen sogenannten Gegenbauch, der Sie weiter herumdrücken will. Bei diesem Manöver steuert der Steuermann in Richtung des Windes, sodass das Boot nun einmal in den Wind und zum anderen mit dem Wind bewegt wird. Diese Kräfte gleichen sich aus. Dadurch bleibt das Boot auf der Stelle stehen. Um den Effekt zu verstärken können Sie den Baum vom Großsegel öffnen. Soll der Segelspaß nun weitergehen, nehmen Sie die Segel wieder auf und die Genua einfach rüber. Schon segeln Sie weiter mit einem neuen Kurs.