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Segeln mit Ihrer Charter Yacht

Missweisung

Missweisung

Viele Seefahrer kennen den Begriff der Missweisung. Doch wie man sie berechnet und an welchen Orten Sie darauf besonders achten müssen, ist bei den meisten in Vergessenheit geraten. Um Sie auf Ihren nächsten Segeltörn in der Ostsee, im Mittelmeer oder in der Karibik vorzubereiten, haben wir dieses Thema nochmal aufgenommen. Denn gerade die Navigation an Bord ist eines der wichtigsten Handwerkszeuge, die Sie beherrschen sollten. Der Kompass auf Ihrer Charteryacht orientiert sich an dem magnetischen Nordpol, der von geographischen Nordpol auf unseren Seekarten abweicht. Der Winkel wird durch das Erdmagnetfeld bestimmt, an dem sich Ihr Kompass orientiert. Im deutschsprachigen Raum beträgt die Missweisung aktuell nur +1 - 4° E und nimmt jährlich nur um 6 - 8 Winkelminuten in östlicher Richtung zu.

Dadurch kann die Missweisung hier ignoriert werden. Gleiches gilt für einen Segeltörn im Mittelmeer. In Griechenland beträgt die Missweisung +3°. Die jährliche Änderung können Sie Ihrer Seekarte entnehmen. Besonders spannend wird es in Gebieten der Karibik. Hier müssen Sie mit einer Missweisung von -14° rechnen. Sie sollten die Missweisung während Ihres Segeltörns berücksichtigen, um Ihr angesteuertes Ziel zu erreichen. Doch nicht nur das Magnetfeld sorgt für eine Missweisung, sondern auch die Charteryacht, auf der Sie sich befinden. Metallboote besitzen eine besonders große Ablenkung des Kompasskurses, während Holz- und Plastikboote eine geringere Ablenkung besitzen. Jedes Boot besitzt hierfür eine eigene Ablenkungstabelle, aus der Sie die Ablenkung Ihrer Yacht für Ihren gesteuerten Kurs entnehmen können. So gibt es Einflüsse an Bord, die Sie manchmal in die Irre führen können. Um Ihren rechtweisenden Kurs zu berechnen, bedienen Sie sich einer einfachen Addition: 

Magnetkompasskurs (MgK)

+ Ablenkung der Yacht (Abl.)

_____________________________

= missweisender Kurs (MwK)

+ Missweisung (MW)

_____________________________

= rechtweisender Kurs (rwK)