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Segeln mit Ihrer Charter Yacht

Festmachen an einer Boje

Festmachen an einer Boje

In vielen Revieren des Mittelmeers liegen Bojen aus, deren Benutzung sogar behördlich vorgeschrieben ist. Viele Skipper haben mit dem Festmachen an einer Boje so ihre Probleme, denn die Bojen liegen sehr dicht beieinander. Außerdem sind die Bojenbefestigungen oft fragwürdig, denn sowohl das Gewicht des Bojenhalters am Grund, aber vor allem auch die Leinen, die oft seit Jahren nicht ausgewechselt wurden und kaum noch stabil sind, machen das Festmachen oftmals zu einem Abendteuer. 

Zunächst müssen Sie die Bojen gegen den Wind anfahren, um besser steuern zu können. Fahren Sie so langsam, dass sich die Charteryacht gerade noch steuern lässt. Wenn das Crewmitglied mit der Aufgabe die Boje aufzunehmen das vereinbarte Zeichen gibt, stoppen Sie die Yacht mit einem kräftigen, aber nicht zu langem Rückwärtsschub auf. Die Distanz der Boje zum Deck beträgt oft 2 Meter oder mehr. Deswegen sollte das größte Crewmitglied die Boje aufnehmen. Versuchen Sie nicht die ganze Boje aufzunehmen, sondern nur die daneben schwimmende Treibleine, die Sie dann erst einmal festmachen. Details können im Nachhinein noch erledigt werden. Dabei gilt: Schnell 2 halbe Schläge, Hauptsache das Boot treibt nicht weg. Hilfreich kann es sein, wenn ein Crewmitglied bereits im Dinghi sitzt und das Aufnehmen von dort aus unterstützen kann. Bei einer kleinen Crew sollten Sie die Boje rückwärts anfahren und die Leine dann am Heck aufnehmen. Wichtig hierbei ist, dass Sie langsam an die Boje heranfahren und die Leine nicht überfahren, da diese dann schnell in die Schraube gelangen kann. Beim ersten Festmachen nehmen Sie zunächst den Bojenring oben an der Boje. Das sollte aber nicht über Nacht so bleiben. Knüpfen Sie Ihre eigene Leine unterhalb der Boje direkt an die Mooringleine. Wenn es nicht so tief ist, dann tauchen Sie die eigene Ankerleine herunter und legen die Festmacherleine auf Slip und belegen diese dann nur an einer Klampe, um Scheuern zu reduzieren. Die andere freie Klampe kann dann für eine 2. Leine verwendet werden. Wenn alles fest ist, testen Sie im Rückwärtsgang mit 2000 rpm, ob und wie gut die Mooring hält. Oftmals sind die Mooringblöcke zu klein und gehen schon bei geringem Wind auf Drift. Testen Sie dies tagsüber aus, bevor Sie nachts unangenehm geweckt werden.