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Segeln mit Ihrer Charter Yacht

Der Treibanker

Treibanker

Der Treibanker hat nichts mit dem regulären Anker zu tun: Er dient dazu, um die Geschwindigkeit eines Boots zu verringern und wird hauptsächlich bei Sturm eingesetzt.

Er kann die Form eines Plastiksackes haben oder fallschirmartig sein. Es kann aber auch im Notfall ein beliebiger schwimmfähiger Körper sein, der nachgeschleppt wird.

Fallschirmartige Schleppanker können ein beachtliches Ausmaß annehmen, wenn sie bei einer schweren Hochseeyacht eine ausreichende Bremswirkung entfalten sollen.

 

Die Zugkräfte, die bei Treibankern auftreten können enorm sein: Eine Studie der Wolfson Unit zeigt, dass eine Klampe hierbei mit bis zu 80 Prozent das Gesamtgewichts einer Yacht belastet werden kann. Dann ist ein Hahnepot unbedingt nötig.

Zwei Taktiken mit Treibanker sind möglich:

1. Der Treibanker wird über den Bug ausgebracht, das Schiff liegt also wie an einer (treibenden) Mooring. Die Gewalteinwirkung der Wellen auf das Schiff wird erheblich verringert (wie beim Beidrehen) und das Schiff liegt recht ruhig.

2. Der Treibanker wird über das Heck ausgebracht. Diese Taktik wird vor allem dann angewendet, wenn das Schiff im Sturm zu schnell zu werden droht und die Gefahr eines Überschlags durch einen "Stecker" (Schiff fährt mit dem Bug in die Welle und unterschneidet) droht.

Wichtig: Es muss genau so viel Leine gesteckt werden, das Schiff und Schleppanker „in Phase“ über die heranrauschenden Wellenkämme reiten und nicht aus Versehen das Boot im Wellental versackt, während der Schleppbanker hoch oben auf dem Wellenkamm treibt. Die in diesem Fall entstehenden Zuglastspitzen haben schon viele fallschirmartige Ankerkonstruktionen in Fetzen gerissen.