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Das Wetter verstehen

Das Wetter verstehen

Obwohl Sie alle Wetterinformationen im Internet für bare Münze nehmen können, schadet es nicht ein paar grundlegende Dinge über das Wetter zu verstehen und sich klar zu machen, warum der Wind überhaupt weht. Das Wetter wird durch vieles beeinflusst, doch die hauptsächlichen Kräfte sind Temperatur- und Luftdruckunterschiede. Ein Temperaturunterschied entsteht, da die Sonnenstrahlen senkrechter auf den Äquator treffen als auf die Pole. Auf globaler Ebene schafft dieser Temperaturunterschied im Zusammenspiel mit der Coriolis-Kraft, Bänder oder Gürtel von Wetter, die den Globus umringen. Die Coriolis-Kraft ist der Grund dafür, dass der Wind nicht einfach einen „Hochdruck-Berg“ gerade herunter rollt. Da die Erde ein gewaltiger, sich drehender Ball ist, werden Luftmoleküle, die sich von einem Hochdruckgebiet in gerade Linie wegbewegen in eine Kurve gezogen. Somit kommt die Coriolis-Kraft bei dem großen planetarischen Maßstab ins Spiel, wo der Wind spiralförmig um Hoch- und Tiefdruckgebiete kreist. Wie dem auch sei, nahe dem Äquator herrscht ein Gebiet mit wechselhaftem und unvorhersehbarem Wetter. In den Tropen weht ein relativ beständiger östlicher Wind, der Passatwind gennant wird. Die mittleren Breitengrade auf beiden Seiten des Äquators sind Heimat der Westwinde, die mit niedrigem Luftdruck verteilt werden. Auch der Luftdruck bestimmt das Gestehen in der Wetterküche. Wind entsteht einfach durch die Bewegung von Luft, die ein Gleichgewicht sucht, indem sie von einem Bereich mit hohem Druck zu einem Bereich mit niedrigem Druck fließt. Auf einer Wetterkarte wird der Druck durch Linien dargestellt, die Isobaren genannt werden und Punkte mit gleichen Luftdruck verbinden. Je weniger Abstand die Isobaren zueinander haben, desto schneller weht der Wind. 

Falls der Luftdruck sehr hoch ist oder schnell ansteigt, ist oder wird das Wetter bald schön. Hoher Luftdruck ist mit klarem und trockenem Wetter verbunden. 

Falls der Luftdruck sehr niedrig ist oder schnell absinkt, machen Sie alle Luken dicht. Sie werden einen Sturm bekommen. Niedriger Luftdruck ist mit wolkigem und regnerischem Wetter verbunden. 

Wirklich schlechtes, windiges und regnerisches Wetter ist mit Tiefdruckgebieten verbunden. Das Tief wird durch einen komplexen Prozess verursacht, bei dem zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur aufeinander treffen. Vom Zentrum eines typischen Tiefs auf der Wetterkarte gehen häufig zwei Fronten aus, eine Warmfront gefolgt von einer Kaltfront. Die Kaltfronten schlagen normalerweise am stärksten zu und sind häufig der Schauplatz des extremen Segelwetters. Kurz vor dem Durchzug einer Kaltfront, wo sich warme und kalte Luft treffen, können Sturmböen und sogar Tornados und Wasserhosen vorkommen. Die meisten Segelausflüge finden jedoch für die Dauer von einigen Stunden und in einem Gebiet statt, das kleiner als 25 Quadratkilometer ist. Ein Segler, der nur einen Nachmittag lang segeln möchte, muss sich weit weniger um das Wetter Sorgen machen, als eine Crew, die aufbricht, um einen Rekord in der Weltumrundung zu erzielen. Doch trotzdem müssen beide Segler nach den Zeichen von Wetteränderungen Ausschau halten. Der westliche Himmel stellt oft die wertvollste Wettervorhersage für den Segler dar. 

Die folgenden Zeichen zeigen eine baldige Änderung in Windrichtung oder Windgeschwindigkeit an:

  1. Der Himmel verändert sich. Mehr Wolken/ weniger Wolken und unterschiedliche Bewölkung zeigt eine Änderung des Windes an.
  2. Segelboote am Horizont. Die Winkel der Segel und die Krängung der Boote zeigen den veränderten Wind an.
  3. Rauch aus Schornsteinen oder Flaggen an der Küste. Die liefern den eindeutigen Beweis für eine Änderung in Windrichtung oder -geschwindigkeit. 
  4. Eine rasche Temperaturänderung. Vielleicht zieht eine Front durch.
  5. Eine Änderung der Horizontsicht. Wenn zum Beispiel in Kalifornien der Himmel am Horizont aufklart, dann wird der Wind aus dieser Richtung kommen.
  6. Eine Veränderung der Wasseroberfläche. Dunkleres Wasser bedeutet Wellen und mehr Wind.
  7. Das Barometer zeigt Veränderungen an. Eine Änderung des Luftdrucks bedeutet auch eine Änderung des Wetters.